Montag, 18. September 2017

{Rezension}: Verletzlichkeit macht stark (Brené Brown)

Vor einigen Monaten habe ich euch Brené Browns "Die Gaben der Unvollkommenheit" vorgestellt, ein Buch, das definitiv zu denen gehört, die mich in diesem Jahr am meisten berührt haben, und in dem ich immer wieder neue Aspekte entdecke.
Umso gespannter war ich auf den Frischling "Verletzlichkeit macht stark: Wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden", den ich für das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House rezensieren darf. Herzlichen Dank für das kostenlose Leseexemplar in diesem Zuge an den Goldmann-Verlag.


Cover: Random House Verlagsgruppe/ Goldmann-Verlag


Zur Autorin:
Dr. Brené Brown, wissenschaftliche Forscherin, Bestseller-Autorin, Bloggerin, Vortragsrednerin und Professorin am Graduate College of Social Work in Houston erforscht seit 2003 Themen wie Scham, Verletzlichkeit, Authentiztät und innere Stärke. Eine Auflistung ihrer Bücher findet ihr an dieser Stelle.

Zum Buch:
Brené beginnt ihr im April diesen Jahres erschienenes Buch mit einem Zitat Theodore Roosevelts aus dessen berühmter Rede "Der Mann in der Arena" aus dem Jahr 1910:
"Es ist nicht der Kritiker, der zählt, nicht derjenige, der
aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist oder wo der, der Taten
gesetzt hat, sie hätte besser machen können. Die Anerkennung
gehört dem, der wirklich in der Arena ist; dessen Gesicht ver-
schmiert ist von Staub und Schweiß und Blut; der sich tapfer
bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große
Begeisterung kennt, die große Hingabe, und sich an einer wür-
digen Sache verausgabt; der, im besten Fall, am Ende den Tri-
umph der großen Leistung erfährt; und der, im schlechtesten
Fall des Scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas
Großes gewagt hat..."
Damit landet Brené erst einmal einen emotionalen Treffer bei mir: Während wir damit beschäftigt sind, perfekt und unverwundbar zu werden, bevor wir uns in die Arena wagen, zieht unser Leben vorbei und mit ihm die Chancen und Herausforderungen, denen wir uns nicht stellen - aus Angst. Brené lädt uns ein uns auf das Spiel/ den Kampf in der Arena einzulassen, mitzumachen, anstatt von der sicheren Tribüne aus zu analysieren und zu bewerten, wie "die da unten" sich schlagen. Sie plädiert dafür, uns zu stellen - der Gefahr einer neuen Beziehung, eines schwierigen Gesprächs, einer herausfordernden Arbeit: "Das ist gemeint, wenn wir davon sprechen Verletzlichkeit zuzulassen. Das heißt es, etwas Großes zu wagen," so Brown. 

 

In ihrem neuen Werk untersucht sie, was hinter der Angst vor Verletzlichkeit steht, wie wir uns vor ihr zu schützen suchen und was der Preis dafür ist, auf den "Rängen" zu bleiben, anstatt uns ins Getummel zu begeben. Ebenso widmet sie sich der Frage, wie wir lernen können, die eigene Verletzlichkeit sein zu lassen, so dass ein Wandel geschehen kann, der alle Bereiche unseres Lebens erfassen kann.

Mein Eindruck:
Es gibt Bücher, - wie "Die Gaben der Unvollkommenheit" in meinem Fall - die uns wirklich bewegen: Ich fand in diesem 2012 erschienenen Werk eine ausgewogene Mischung aus persönlicher Perspektive, hilfreichen Anregungen und zudem viele Sätze, die mich lange beschäftigt und nachhaltig geprägt haben. 
Entsprechend hoch war wohl meine Erwartung an Browns "Daring Greatly", zu Deutsch: "Verletzlichkeit macht stark: Wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden" Offen gestanden hat mich dieses vollmundige Versprechen etwas befremdet: "Typisch amerikanisch!" was irgendwie nicht so recht passen wollte zu meinem bisherigen Eindruck von Brené und ihrer Arbeit. Zudem rieb ich mich an der für mich etwas eigenwilligen Interpratation des Original-Untertitels "How the Courage to Be Vulnerable Transforms the Way We Live, Love, Parent, and Lead". Soweit zur 1. "Begegnung". 

Was meine weitere Einschätzung angeht, so muss ich vorwegschicken, dass ich das Buch trotz mehrfacher Anläufe nicht zu Ende gelesen habe, und ich habe mich wirklich bemüht. Insofern bezieht sich diese Rezension eben auch nicht auf das ganze Buch.
Was mir am ersten Werk gut gefiel, war eine sehr klare Gliederung, ein flüssiges Leseempfinden und ein beständiges Ansammeln von Aha!-Momenten, während ich mit Post-It´s und Stift über die Seiten flog. Wie anders war da mein Leseerlebnis bei "Verletzlichkeit macht stark". Ich habe mich hierbei ziemlich verloren gefühlt, zeitweise sogar gelangweilt, und ich fragte mich ernsthaft: Warum hat Frau Brown dieses Buch geschrieben? Es hat sich mir bis heute nicht erschlossen, wenngleich ich einräume, dass sie viele Menschen damit erreicht hat, wenn ich auf die zahlreichen positiven Bewertungen blicke.  


Ich habe mir vielfach die Frage gestellt, was gewesen wäre, wenn ich nicht erst "Die Gaben der Unvollkommenheit" gelesen hätte. Ich wage zu behaupten, dass ich Brenés neustes Baby dennoch nicht besser gefunden hätte, weil mir als unstrukturiert wahrgenommene Schreibe einfach nicht gefällt, während ich vormals regelrecht elektrisiert war. Liegt´s an der deutschen Übersetzung? Dies wurde an anderer Stelle vielfach bemängelt, jedoch fehlt mir der Vergleich mit dem Original.  
Meinem Gefühl nach hätte vieles kürzer gesagt werden können, und ich konnte beim besten Willen nicht festellen, dass den bereits bekannten Aussagen Wesentliches/ Neues hinzugefügt wurde. Die Autorin wiederholt sich zu oft, und bei mir entstand der Eindruck, als wolle sie bewusst lustig sein bzw. sich "lieb Kind machen". Es wirkte auf mich nicht echt, was mich sehr irritiert hat, weil genau hierin für mich eine große Stärke des vormals gelesenen Werkes gelegen hatte.

Negativ fiel mir weiter auf, dass ihre Tipps vor Allem darin bestehen, sich bei Verletzungen und Belastungen mit anderen unterstützenden Menschen auszutauschen, was sicher nicht falsch ist, nur etwas dürftig: Mir fehlen neben Hinweisen zur "Handhabung" kritischer Mitmenschen Strategien zur Selbstfürsorge und eigenständigen Stabilisierung im Umgang mit dem inneren Kritiker. Ihre Ratschläge zur Selbstkritik sind mir persönlich im Verhältnis zu knapp gehalten. Gerade die sind es jedoch, die mich interessiert hätten. Vermutlich haben die Autorin und ich unterschiedliche Ansätze, zumal sie Sozialwissenschaftlerin ist.

Im Rahmen einer Amazon-Rezension bin ich auf die folgende Einschätzung gestoßen, die ich sehr treffend finde: "Es gibt Bücher, die einen nicht vollumfänglich überzeugen, die aber auch nicht so schlecht sind, dass sie keinerlei Erkenntnisgewinn entgegenbrächten - sie sind so etwas wie dazwischen. So ein Buch ist "Verletzlichkeit macht stark". Für mich persönlich hatte es wenig Neues. Hängen geblieben ist "Scham, Scham, Scham." 


Offen gestanden hätte ich am liebsten gar keine Rezension geschrieben. Ich schreibe viel lieber Beurteilungen aus einer begeisterten Warte heraus, anstatt auf dem Rang zu sitzen und zu kritisieren, um zum Eingangszitat zurückzukehren. Schließlich stecken Schweiß, Zeit und Arbeit in so einem Buch. Sorry, Brené.

Wenn ihr nun dennoch Lust habt, euch einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, dann schaut doch mal in die Leseprobe von "Verletzlichkeit macht stark" hinein. Wenn ihr aber eine Empfehlung haben wollt, dann holt euch lieber - ja, auch ich wiederhole mich - "Die Gaben der Unvollkommenheit".😏

Dir noch eine schöne Woche und liebste Grüße, Yvonne

Mittwoch, 6. September 2017

{Yoga-Home-Practice}: Get started! (+ 1 Monat Gratis-Zugang bei Yoga Easy)

„Yoga ist 99% Praxis und 1% Theorie.“ -Pattabhi Jois-



Was habe ich mich schwer damit getan, eine kontinuierliche Yogaroutine zu entwickeln. Schon lange vor Yoga habe ich immer wieder damit gehadert, weil ich nicht an den Dingen dran blieb: Schnell begeistert und vielinteressiert, aber eben auch schnell gelangweilt, flatterhaft und durch den Wind. Immer wieder der Überzeugung, das Ei des Kolumbus gefunden zu haben, sah die Geschichte nach einigen Wochen schon wieder anders aus. Und auch heute noch habe ich meine Wechselbäder mit Struktur, Festigkeit und - ja auch - mit Disziplin. Letztlich ändert eine Yogapraxis, die ich dann eben doch aufgebaut habe, nicht das eigene Temperament. Auch heute noch kippe ich immer wieder raus. Aber was ich doch verinnerlicht habe ist ein Prinzip aus dem Yoga, das mir immer wieder hilft - mal früher, mal später: 

"Aufwachen, wahrnehmen, annehmen, was ist, zurückkehren zur Praxis." 

Vielleicht ist es bei dir weniger die Wechselhaftigkeit (Hey Vatakind!) als deine Bequemlichkeit (hello, Kapha!) oder zu starker Ehrgeiz (Pitta lässt grüßen!), die dir auf der Matte und auch jenseits begegnen - fest steht: Jeder hat seine ganz persönliche Reise, und nichts daran ist verkehrt, sondern schlichtweg Teil des Prozesses.

Wenn es dir schwer fällt, eine persönliche Yogapraxis im Alltag und neben der wöchentlichen Yogastunde zu etablieren, helfen dir vielleicht ein paar meiner Anregungen oder auch die Erfahrungswerte zum Thema "Morgenroutine", die ich in diesem Video geteilt habe:





Da es um DEINE Yogapraxis geht, sollte sie auch dir und deinem Typ entsprechen und zu deinen Lebensumständen passen. Eine wahre Fundgrube an Möglichkeiten findest du bei Yogaeasy, Deutschlands erstem und größtem Online-Yoga-Anbieter mit über 550 Videos rennomierter Lehrer, die stetig ergänzt werden.Es finden sich sowohl Angebote für New Bees als auch erfahrene Yogis, und mit der kostenosen YogaEasy.de App kannst du die Videos auch unterwegs üben. Wie das Ganze funktioniert? Lies dich in die klar verständliche Beschreibung ein.

Zum Schnuppern gibt´s an dieser Stelle einen Gutschein für eine einmonatige Mitgliedschaft. Vielen Dank an dieser Stelle an Yoga Easy und Marijke für das freundliche Angebot!
Im Anschluss an deine Testphase kannst du ohne automatische Verlängerung frei entscheiden, ob Yoga Easy dich auf deinem Yoga-Weg weiter begleiten soll.


Hier geht´s zum kostenlosen, unverbindlichen Probemonat bei Yoga-Easy!

Der oben genannte Link ist gültig bis zum 31.10.2017. Wenn du ihm folgst, dich mit deiner frei gewählten Passwort unverbindlich anmeldest, steht dir vier Wochen lang das volle Angebot zur Verfügung.

Ideen zur Entwicklung/ zum Ausbau deiner Praxis

1. Suche dir eine Form, die dich inspiriert!

Yoga bietet uns ein vielfältiges Spektrum an Übungen, Asanas, Pranayama, Meditation, Mantras singen, Yoga-Nidra, Mudras, Texten... Vielleicht findest du durch eine fordernde Asanapraxis wie Ashtanga oder Vinyasa in die Ruhe. Evtl. magst du es aber auch eher klassisch wie im Hatha Yoga oder fühlst dich durch das nährende Prinzip des Yin Yoga berührt, den ich selbst bevorzugt praktiziere und auch unterrichte. Möglicherweise sind es aber auch die Atemübungen, eine regelmäßige Meditationspraxis oder gar die Mantren, die dir helfen, dich mehr mit dir selbst zu verbinden. Ich persönlich habe viel ausprobiert, bevor ich herausgefunden hatte, was mir wirklich entspricht, und auch das mag sich mit den Lebensphasen immer wieder wandeln. :) Erlaube dir zu experimentieren, aber auch dich einzulassen. :)


2. Be prepared!

So ganz ohne Idee (und bequemer Klamotte und Matte natürlich) wird es am Anfang mit der Self-Practice meist nichts: Ob du dich von deinen Yogastunden inspirieren lässt, von einem Buch, einer CD oder auch Videos bei Youtube oder Onlinestudios (wie eben Yoga Easy) ist eine Frage, was dir entspricht. Auch bebilderte Karten können sehr inspirierend sein, wenn du dir zutraust, deine eigenen Sequenzen zu basteln. Mit der Zeit magst du vielleicht auch intuitiv üben, doch für eine gewisse Zeit kann es sehr hilfreich sein zu wissen, was man denn nun auf der Matte zu tun gedenkt. ;) 

 

3. Plane Yoga fest in deinen Alltag ein!

Als ich begann wirklich regelmäßig zu praktizieren, tat ich das morgens. Grundsätzlich klingt das auch erst mal logisch, weil so viel im Laufe eines Tages dazwiwschen kommen kann und es Sinn macht, morgens mit Yoga in den Tag zu starten: Denn damit legst du eine gute Basis für den Tag und profitierst somit unmittelbar in deinem Alltag von der wohltuenden Wirkung des Yoga.
Offen gestanden übe ich (derzeit) morgens keine Asanas mehr. :D Ich bin in der priviligierten Lage, meinen Tag weitestgehend selbst gestalten zu dürfen, was es tatsächlich NICHT einfacher macht. Denn auch so gibt es genügend Dinge, die sich dem Stiefkind "Kontinuität" in den Weg stellen. Egal, zu welcher Tageszeit wir letztlich üben - morgens vor der Arbeit, in der Mittagspause oder am Abend vor dem Zu-Bett-Gehen: In meiner Welt wird es meistens nichts mit der Yogapraxis, wenn ich sie nicht fest einplane wie eine Verabredung, was es ganz gut trifft. Und nein: Es müssen keine 90 Minuten sein (dürfen es aber gerne). Starte z.B. mit 15 Minuten und lasse diese 15 Minuten zu einer Routine werden. Mit der Zeit praktiziere so lange wie es dir gut tut. Gerade Yoga Easy bietet wirklich tolle Sequenzen von ganz unterschiedlicher Länge wie die kleine Yogapause oder auch mal nur einzelne Asanas


4. Schaffe Raum für deine Yogapraxis!

Nicht jeder hat einen eigenen Yogaraum daheim. Ich auch nicht (das wird noch). Aber dennoch habe ich mir meine Yogaecke geschaffen als eine sichtbare Erinnerung, mir Raum für mich zu nehmen. Wie du das machst, liegt ganz bei dir: Der Eine mag es lieber ganz puristisch, der Nächste braucht mehr "Atmosphäre". Es gibt keine vorgeschriebene Form, wie ein solcher Platz auszusehen hat, und niemanden, der dich zu Räucherstäbchen, Mala und hinduistische Gottheiten verpflichtet, wenn sie dir nicht gefallen. Es kann auf jeden Fall hilfreich sein, deine Matte immer ausgerollt zu lassen und diesen Platz wirklich nur deiner (bitte ungestörten) Praxis vorzubehalten. 

5. Achte auf deine Bedürfnisse!

Mach eine Bestandsaufnahme. Immer wieder: Wie geht es dir? Was braucht dein Körper, dein Geist, um wieder mehr in Balance zu kommen oder auch sie zu erhalten? Je nach Verfassung, Wetter, Zyklus und Lebensphase ist das immer wieder etwas Anderes. Und so sind wir immer wieder aufgefordert zu überprüfen, wie wir uns bestmöglich supporten können. Demnach macht es auch Sinn, eine Vielzahl an Möglichkeiten zu haben, um diesen Bedürfnissen entsprechen zu können. Wie wäre es z.B. mit einem De-Stress-Programm oder einem für deinen Rücken
Beobachte dich zudem in einer normalen Yogastunde: Welche Asanas kannst du mühelos einnehmen? Welche machen dir eher zu schaffen? Es ist prima, Lieblinsgübungen zu absolvieren, integriere aber bewusst auch die Yogapositionen, die dich herausfordern.
Wenn du krank bist, praktiziere z.B. eine Meditation oder Yoga Nidra. Beides funktioniert auch wunderbar im Bett. Selbst ein Hörbuch zur Inspiration oder ein Artikel kann dich mit deiner Praxis verbunden halten.



7. Sei nett zu dir!

LiebeR PerfektionistIN! Bitte gib dir Zeit, um deine Yogapraxis zu entwickeln und überfordere dich nicht mit zu hoch gegriffenen Vorsätzen. Setze dir Ziele, die du - realistisch betrachtet - auch umsetzen kannst. ;)
Und: Selbst wenn du immer wieder rausfällst: No drama, baby! Bleibe freundlich mit dir selbst und beginne einfach wieder von Neuem. 




8. Last, but not least: STARTE! :)



Selbstverständlich ersetzt ein Online-Yoga-Studio nicht den persönlichen Unterricht durch einen qualifizierten Lehrer. Aber es kann eine hervorragende Ergänzung sein, wenn du Yoga auch im Alltag integrieren möchtest. Dann könnte der Gratismonat bei Yoga Easy tatsächlich der nächste Schritt sein. Wenn du dich also ein Stück weit mehr Commitment möchtest, dann melde dich unter diesem Link an und hab´ viel Freude beim Entdecken der Möglichkeiten! <3

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 Alles Liebe, deine Yvonne

Sonntag, 25. Juni 2017

{Raum für Yoga/ Events}: Mein Herzensprojekt lernt laufen!

Ihr Lieben!

Schritt für Schritt ins Unternehmer-Tum
Seit meinem Yin Yoga Basis-Modul mit Stefanie Arend ist so unsagbar viel passiert. Viel bewegt sich im Innen und Außen. Ich fließe, wohin mich der Flow trägt. Ich spüre das Angebunden-Sein an einen Weg, der aus meinem Herzen heraus entsteht. Das Suchen und Irren und Wirren nach meiner BeRUFung mündete schließlich in ein "Ja" zu dem, was schon so lange anklopfte. Aus Angst verbarrikadierte ich lange Jahre die Türen, verschloß meine Ohren, versuchte Plan B, C und D. Aber wenn der Ruf der Seele einmal ertönt, darf das Herz folgen.
Und so wächst mein Baby nun innerlich, und auch äußerlich zeigen sich Konturen und Formen. Es ist ein äußerst kreativer Prozess, und ich lerne ständig dazu, tue neue Dinge, von denen ich nie geglaubt habe, ich könnte und würde sie einmal tun.
Sichtbar wird mein Herzensprojekt, Raum für Yoga durch meinen Businessplan, neue Visitenkarten und ein eigenes Logo. Tada! Wie gefällt es euch?
Auch neue Räume in Neunkirchen-Seelscheid haben sich mir eröffnet: Ganz einfach so und ohne Suchen sind sie mir vor die Füße gefallen, so dass ich ab Juli im Rahmen meines Ferienprogramms dort die ersten Kurse für die Generationen 50 + und in Yin Yoga anbieten werde. Ich bin so glücklich über die Kooperation mit der Praxis Hasenstab und die wunderbare Atmosphäre des Raums:


Und hier gibt´s vorab oder im Anschluss an die Yogastunde Raum und Zeit für ein Tässchen Tee:

~~~~~~~
Social Media-Gedöns, Öffentlichkeitsarbeit & Sichtbarkeit

Ja: Ich erschließe mir die kunterbunte Welt des Marketing mit ihrem Licht und ihrem Schatten. ;) Und was soll ich sagen: Es macht mir wirklich Spaß. Mein Scannerherz blüht auf, wenn es neue Sachen lernen und die eine oder andere Wordpressnuß knacken darf. Ich sprudele über vor Begeisterung, wenn HTML-Codes sitzen, wo sie sollen, und kriege zeitweise Anfälle, wenn plötzlich "alles weg" ist. Ob nun Flyer-Bastelei, Jonglieren mit Ideen für meine Homepage oder regelmäßige - rein berufliche - Spaziergänge in den Social Media Kanälen, die ich mit Informationen rund um Yoga, Ayurveda, Frau-Sein und Spiritualität bespiele. In dem Fall sind das meine Raum-für-Yoga-Facebookseite und - Trommelwirbel - ich habe tatsächlichen meinen ersten Podcast zum Thema "Morgenroutine" auf i tunes, Soundcloud und auf Youtube veröffentlicht und freue mich über euer Abo und eine liebe Bewertung:


Insgesamt habe ich sehr viel Support erfahren, als ich mich einem Training in Sichtbarkeit unterzog, indem ich mein Ferienprogramm bewarb und Flyer in Rösrath-Hoffnungsthal und Neunkirchen-Seelscheid verteilte. Lieben Dank! <3

~~~~~~~

Dieses Projekt namens "Kurzurlaub für Daheimgebliebene": Yin Yoga in den Sommerferien füllt gerade meine Tage, und auch ihr sollt in Kürze die wichtigsten Facts erfahren:



Auftanken, Kraft schöpfen und ohne Anstrengung etwas für dein ganzheitliches Wohlbefinden tun mit sanften, passiv gehaltenen Yogahaltungen, die trotzdem in der Tiefe wirken. Gönn dir deine persönliche Auszeit für die Seele und mach´ mal Pause. Ich freue mich auf dich. 

Termine in Hoffnungsthal:
Yin Yoga 1: Montags, 24.07.17 - 21.08.17, 17:30 - 19:00 Uhr
Yin Yoga 2: Montags, 24.07.17 - 21.08.17, 19.30 - 21:00 Uhr
Yin Yoga 3: Donnerstags, 27.07.17 - 24.08.17, 20.00 - 21:30 Uhr 

Termine in Neunkirchen-Seelscheid:
Yin Yoga 1: Mittwochs, 19.07.17 - 16.08.17, 18:00 - 19:30 Uhr
Yin Yoga 2: Mittwochs, 19.07.17 - 16.08.17, 20:00 - 21:30 Uhr

Vielleicht darf´s ja auch ein Gutschein über eine Yoga-Auszeit für einen lieben Menschen sein?



Was es auch sei: Weitere Infos, auch zu meinen Hatha Yoga (50+) Kursen, sowie meinen Flyer zum Ferienprogramm findest du auf meiner Homepage Raum für Yoga. Bei Interesse kontaktiere mich gerne über dieses Formular oder direkt per Telefon, um dir deinen Platz zu sichern: +49 176 854 155 65. Ich freue mich auf dich!

Euch einen entspannten Sonntag, Frau Momo

Montag, 19. Juni 2017

{Rezension}: Ernährung für Körper und Seele. Gesund essen mit guten Gedanken

 

Louise Hay ist die Grand Dame des positiven Denkens und war tatsächlich die erste spirituelle Autorin, die ich seinerzeit gelesen habe. Insofern war mir der Ansatz, mein Leben über die Neu-Entwicklung meiner Glaubenssätze vertraut. Innovativ fand ich dagegen die praxisorientierte Verbindung mit dem Thema "Ernährung". Ich war neugierig, wie Louise ihre Lehren zu Affirmationen und Spiegelarbeit einfließen lassen würde und welches ihre Vorschläge seien würden.

Zu den Autorinnen:  
Über Bestseller wie Liebe deinen Körper und Gesundheit für Körper und Seele bringt die spirituelle Lehrerin seit Jahrzehnten einer breiten Leserschaft die Idee nahe, über positives Denken zu mehr Zufriedenheit und ganzheitlichem Wohlbefinden zu gelangen.
Hays neuestes Werk geht darüber hinaus: Luise hat ihren Ansatz gemeinsam mit den Ernährungsexpertinnen, Ahlea Khadro und Heather Dane, weiterentwickelt und legt uns ein System zur Heilung von Körper, Geist und Seele vor. Louise hat diese Ideen über Jahrzehnte hinweg entwickelt und ausprobiert, wobei sie beide Frauen beratend und unterstützend zur Seite hatte. In der uns vorliegenden Veröffentlichung Ernährung für Körper und Seele: Gesund essen mit guten Gedanken* möchten sie gemeinsam zeigen, wie wir die Kraft guter Gedanken durch Ernährung und ganzheitliches Körperbewusstsein zusätzlich fördern können. 


Zum Inhalt des Buches:
In einem einleitenden Vorwort stellen sich uns die Verfasserinnen vor und erzählen, wie es zu dem gemeinsamen Projekt kam. Alle drei sind bewandert in unterschiedlichen Bereichen der Gesundheit und haben schwere körperliche und psychische Erkrankungen überwunden. Sie schreiben sowohl als ausgebildete Fachleute wie auch als Betroffene.
Louise zufolge sind Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, ein positives Selbstwertgefühl und ein langes Leben eine Frage der geistigen Einstellung. Ihr neustes Werk möchte mit gezielten Affirmationen, Übungen und gesunder Ernährung dazu beitragen und helfen, ein positiveres Lebensgefühl zu entwickeln.
Das Buch untergliedert sich in 2 Teile. Im ersten erfahren wir von 7 Schritten hin zu mehr Vitalität und einer gesunden Ernährung. Dieser Theorieteil enthält umfangreiche Informationen zum Körper, seiner Funktionsweise und zu dem, was er benötigt, um bei optimaler Gesundheit zu bleiben. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat von Louise. Zahlreiche Anregungen und grundlegende Kenntnisse zum Thema, sowie Fallbeispiele und Geschichten aus dem eigenen Leben der Autorinnen sollen helfen, mehr Achtsamkeit und Respekt für sich selbst zu erlangen und einen von Selbstliebe getragenen Lebensstil zu etablieren.


Teil 1: Die 7 Schritte:

1) Schritt 1: Gesundheit und Wohlbefinden in neuem Licht
Entdecken Sie, warum Symptome und Krankheiten auftreten und wie Sie sich Gesundheit, Glück und ein langes Leben erschaffen können.
2) Schritt 2: Die Liebe zu uns selbst ganzheitliche Ernährung, Wohlfühlgewicht, Fitness und mehr. Die Wahrheit über Ernährung, Idealgewicht und Krankheiten und die liebevollen Schritte, mit denen Sie Körper und Seele heilen können.
3) Schritt 3: Wie Ihr Körper wirklich funktioniert ' das Fundament der Gesundheit
Lernen Sie, wie Ihr Verdauungssystem funktioniert und wie perfekt Ihr Körper dafür geschaffen ist, Sie gesund zu erhalten.
4) Schritt 4: Auf den eigenen Körper hören ' ein machtvolles, aber wenig bekanntes Gesundheitsgeheimnis
Lernen Sie, wie man auf den eigenen Körper hört, sodass Sie sich bei Entscheidungen bezüglich Gesundheit, Wohlbefinden und Ernährung von Ihrer inneren Weisheit leiten lassen können
5) Schritt 5: Lebensmittel und Gedanken, die heilsam und wohltuend für Körper & Seele sind
Erfahren Sie, welche Lebensmittel gesund sind und welche nicht.
6) Schritt 6: Bewährte Hausmittel für Ihre Gesundheit
Entdecken Sie bewährte, einfach anzuwendende Hausmittel, die wirkungsvoll gegen Symptome helfen und die Gesundheit fördern
7) Schritt 7: Ihr Wegweiser zur optimalen Gesundheit
Ein Plan, wie Sie in Ihrem eigenen Tempo aktiv werden können 

Im zweiten Teil wird es praktisch: Rund 50 Rezepte (für Gemüse, Smoothies, Suppen, Fleisch & Fisch, Brote, Snacks und Desserts), sowie Küchentipps und hilfreiche Listen unterstützen die Umsetzung der theoretischen Inhalte in Form der folgenden Unterkapitel:


8) Küchenvorbereitungen
Grundausstattung und praktische Behälter für unterwegs
9) Beispiele für Menüs und Mahlzeiten
Gesund und köstlich essen ' morgens, mittags, abends und zwischendurch! Und eine praktische Einkaufsliste mit Empfehlungen, was gesund ist und was nicht.
10) 49 Rezepte für Gemüse, Smoothies, Suppen, Fleisch & Fisch, Brote, Snacks und Desserts
11) Anhang

Mein Eindruck:
Hays neustes Werk ließ sich gut an. Ich habe es - wie viele Bücher - direkt zweimal gelesen. So ist es mir möglich, Inhalte wirklich zu integrieren und zu vertiefen, was ich als Schnellleserin beim ersten Mal nicht erfassen und verinnerlichen konnte. 
Was mir deutlich auffiel, war, wieviel geballtes Wissen und welche Liebe zu der Thematik alle drei Autorinnen offenbar eint. Die theoretischen Inhalte sind anschaulich und allgemeinverständlich aufbereitet, aber dennoch keine Lektüre für "nebenbei". Durch viele Beispiele aus der Praxis, übersichtliche Tabellen und zahlreiche Studien erreicht mich als Leser der Inhalt auf mehreren Kanälen - Futter für Herz, Geist und Körper quasi. Das war mir sehr sympathisch. Die Hauptmessage, die bei mir ankam, war: "Höre auf deinen Körper und liebe dich selbst." Darauf zielen insbesondere die zahlreichen Übungen, Meditationen und Affirmationen ab, die eine für mich wunderbare Mischung mit dem praktischen Teil ergeben. 
Unentschlossen bin ich - selbst nach Wochen noch -, was ich von den Ernährungstipps halten soll. Sie gehen in eine bekannte Richtung und propagieren in der Summe eine cleane, glutenfreie Ernährung. Warum macht mich das unentschlossen? Ich glaube einfach nicht an ein Konzept für alle. Nicht, dass ich die im Buch genannten Do´s und Don´t per se falsch finde. Im Gegenteil. Mir ist eine indiviuelle, typgerechte Ernährung, wie sie z.B. der Ayurveda nahelegt, näher, denn dort gibt es keine Verbote, wie sie hier in Form von entsprechenden Listen gereicht werden. Für mich hinterlassen Aussagen wie "Hör auf deine Intuition" in Kombination mit festen Regeln, wenn es an konkrete Ernährungsempfehlungen geht, Fragezeichen: "Was jetzt? Ein Konzept für alle oder Ernährung nach Maß und Bauchgefühl?"
Zu den Rezepten selbst kann ich wenig sagen. Mir fehlten zur Anregung offen gestanden die Bilder. Deswegen habe ich wohl noch nicht wirklich was daraus nachgekocht. Nur ein Brotrezept hat mich dazu inspiriert, glutenfreiem Brot nochmals eine Chance zu geben. Erfolgreich. Versuch gelungen. :) 


Würde ich dieses Buch weiterempfehlen? Abgesehen von dem oben genannten für mich nicht unerheblichen Wermutstropfen auf jeden Fall. Es liefert jede Menge Herz, interessante Informationen, und der Ansatz, intuitivem Essen mit "Louise-typischem" Handwerkszeug den Weg zu bereiten, ist aus meiner Warte absolut innovativ und wider verzichtbasierten Diäten. Mir hat es auf der Basis verschiedener Informationen und meinem eigenen Verstand und Bauch die Möglichkeit gegeben mich zu positionieren, was ich den Autorinnen zugute halte. Sie haben mich keinesfalls gelangweilt, erschlagen oder dicht werden lassen. Do´s und Dont´s machten zum Glück letztlich keinen zu großen Raum aus und jeder ist am Ende eh´ aufgefordert, das Gelesene zu reflektieren, zu filtern und zu verdauen. ;)

Insofern ist Ernährung für Körper und Seele: Gesund essen mit guten Gedanken* ein durchaus lohnenswertes Werk für Hay-Liebhaber und Foodies, die Mehrwert im Kochtopf wollen.

Mit sommerlichen Grüßen von der Terrasse,
Frau Momo

Sonntag, 11. Juni 2017

Entwickle deine Morgenroutine und nutze meine Erfahrungswerte

Ihr Lieben! 

Unverhofft wollte heute tatsächlich ein podcastähnliches Konstrukt zu euch raus. Und das zu einem Thema, das mich täglich beschäftigt, nämlich meine Morgenroutine. Sie ist in "aller" Munde, und ich hatte schon länger vor, einmal von meinen Erfahrungen zu schreiben, aber heute wurde ganz deutlich: Ich will zu euch sprechen. Unvorbereitet und auch ohne Plan, ob es in Zukunft weitere Beiträge dieser Art geben wird, schicke ich diesen nun in den Orkus hinaus und freue mich, wenn ihr mir Feedback gebt, Fragen stellt, Anmerkungen habt - what ever.





Edit: Und da es mich dann letztlich doch gepackt hat, könnt ihr euch diesen Beitrag zur Entwicklung einer Morgenroutine auch auf Youtube anhören, denn ja: Nun habe ich es doch zu einem eigenen Channel gebracht. ;)


Und selbst iTunes hat sich mir letztlich erschlossen. :D
 
Im Beitrag selbst habe ich einige Bücher/ Produkte und Themen erwähnt, die ich euch an dieser Stelle verlinke:

Shownotes:

Julia Cameron: Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität*
Hal Elrod: Miracle Morning
Doshalehre zu Vata, Pitta und Kapha
Maya Fiennes (3 DVD´s: "A Journey through the chakras", gibt´s auch deutschsprachig)
Nabhi Kriya
Mein Philips Lichtwecker* 


Ich freue mich über eine Bewertung und/ oder euer Abo. Gebt mir gerne Feedback, teilt, wenn ihr mögt, und habt einen grandiosen Abend. :)

Dienstag, 6. Juni 2017

{Glutenfrei/ Alltagsküche} Schnell gemachtes Superfood-Brot


Bislang war ich immer etwas skeptisch bei glutenfreien Brotrezepten, und meistens habe ich sie kein weiteres Mal gebacken. Nun bin ich in Louise Hays Buch Ernährung für Körper und Seele auf einen Vorschlag gestoßen, das meine Neugier weckte und mich zum Experimentieren inspirierte. Herausgekommen ist eine überaus leckere Variante und ein echt leckeres Brot, das ohne "Gehzeit" auskommt: saftig, ballastoffreich und super für Menschen mit Verdauungsbeschwerden und/ oder Glutenunverträglichkeit. Wundere dich nicht: Das Brot geht nicht so auf, wie du es vielleicht von "normalem" Hefebrot kennst. Wenn du ein größeres Endprodukt willst, verdoppele doch einfach die Zutaten. Und wie immer: Spiel´ mit Gewürzen, Kernen und Kräutern, wie du lustig bist. 😊


Zutaten:
15og gemahlene Leinsamen
130g Vollkorn-Buchweizenmehl
1 Eßl. gemahlene Flohsamenschalen
1 Eßl. Kokosblütenzucker oder ein anderes Süßungsmittel deiner Wahl
100g gemahlene Mandeln
1,5 Teel. gem. Kreuzkümmel
je 1 Teel: gem. Kurkuma und (optional) Gerstengraspulver von Lebepur -> dm
je 1 Teel. gerebelter Oregano und Basilikum
1 Teel. Salz
1/2 Teel. Natron

200ml Wasser
2 Eßl. Apfelessig
2 Eßl. Ghee/ Kokosöl bzw. ein anderes hoch erhitzbares Öl nach Vorliebe

Zubereitung:
Heize den Ofen auf 180°C vor. Mische die trockenen und flüssigen Zutaten seperat und gib dann alles zusammen und verarbeite alles zu einem geschmeidigen Teig. Fülle diesen in eine kleine mit Backpapier ausgelegte Kastenform und backe das Brot ca. 25-30 Minuten. Je nach Ofen kann die Backzeit etwas variieren. Check also in den letzten Minuten ab und an, ob das Brot schon gar ist.

Dienstag, 23. Mai 2017

{Rezension/ Ayurveda}: In Balance leben. Wie wir trotz Stress mit unserer Energie richtig umgehen


Über den Autoren:

Dr. med. Ulrich Bauhofer ist Arzt, Bestsellerautor und Fachmann für Stress- und Energie-management. Er war der erste westliche Mediziner, der vor mehr als 30 Jahren in Indien durch vedische Ärzte in die ayurvedische Heilkunst eingeführt wurde. Jahrelang hatte er die Leitung der größten Ayurveda Klinik Europas inne. Heute praktiziert er als Ayurvedaarzt  in München und ist international gefragter Redner zu Themen rund ums Thema In Balance leben*.

Zum Inhalt des Buchs:
Durch ständige Erreichbarkeit, übermäßige digitale Vernetzung und einen Lebensstil auf der Überholspur betreiben wir energetisch Raubbau mit unseren Ressourcen. Dr. Bauhofers Anliegen ist es, uns für unser persönliches Energiekonto zu sensibilisieren. Gleichzeitig ist er bemüht, alltagstaugliche Strategien zu vermitteln, um unsere Energie, sowie unser Stresslevel zu managen und die eigenen Batterien regelmäßig aufzuladen. In seiner Veröffentlichung bahnt uns der Autor in 6 Schritten den Weg hierhin mit dem Besten aus der westlichen Medizin und dem Ayurveda. Dabei hat er die besonderen Gegebenheiten unseres modernen Lebens im Blick. Die Grundpfeiler für ein Leben in Balance sind uns altbekannt: Stressabbau, Bewegung, Ernährung und ein regelmäßiges Detoxprogramm sind in aller Munde. 

Doch Balance entsteht nicht allein durch die Anhäufung der "richtigen Dinge". Bauhofer verweist vielmehr auf die Wichtigkeit, Raum dazwischen zu lassen. Nur mit genügend Raum kreisen die Elektronen um den Atomkern, führen wir selbst ein Leben in Balance, ohne abzustürzen. Stress entsteht demnach da, wo zu wenig Raum ist zwischen Terminen, Mahlzeiten usw.. 
Gerade durch die zunehmende Dichte in unserer Art der Lebensführung wird es umso zentraler, dass unser Stoffwechsel auf allen Ebenen gut funktioniert, d.h. dass Energie möglichst vollständig aufgenommen und verstoffwechselt wird. Denn ein guter Stoffwechsel ist die Basis, um die Aufnahme von Energie zu verbessern, die uns dann wiederum im Leben zur Verfügung steht. Die ayurvedische Doshalehre würdigt dabei die Individualität des Einzelnen und gibt entsprechend differenzierte Antworten, welche Lebensmittel, wie zubereitet, und welche Form der Energie uns typbezogen am nachhaltigsten nähren. 
Bauhofer stellt uns 10 Energiespender vor, wobei die Qualität ihm ebenso wichtig ist wie die Sache selbst: Mit welcher Haltung bereite ich z.B. meine Mahlzeit zu? Denn das, was ich mental-geistig in ein Essen, in eine Sportroutine usw. hineingebe, macht einen qualitativen Unterschied.



Insgesamt zehn große Energiespender stellt Dr. Bauhofer ausführlich vor: Neben dosha-gerechter Ernährung, Bewegung oder Meditation gehören auch Licht, frische Luft und gesunde Beziehungen dazu. Sie können unser Flow-Gefühl unterstützen, so dass wir gefühlsmäßig im Tun Energie aufnehmen, anstatt immer mehr davon zu verbrauchen, so Dr. Bauhofer.
Anhand verschiedener Fragebögen kann ich als Leser eine Bestandsaufnahme machen und z.B. meinen Energiekontostand und meinen Stresspegel ermitteln. Wenn ich motiviert bin, nachhaltige Schritte der Veränderung vorzunehmen, um wieder mehr Ausgeglichenheit zu erzielen, finde ich im letzten Kapitel Energieprogramme für jeden Stresstypen. Dabei kann ich je nach meinen Erfordernissen zwischen einem Akutprogramm und einer Langzeitvariante wählen. 

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe In Balance leben* zweimal gelesen, was an sich schon mal ein gutes Zeichen ist: Es bietet eindeutig Mehrwert für mich, zum Teil bekannten mit neuen Aspekten Ideen zur praktischen Umsetzung, aber auch vollkommen fremde Inhalte warteten hier auf. Ich habe gebraucht, um die Inhalte zu verarbeiten und für mich zu überprüfen, was ich davon in meinem Leben anwenden will. Auch Dr. Bauhofer rät zu kleinen Schritten. Hiervon habe ich einige gemacht. 
Das Buch liest sich gut, auch wenn ich die Hürde zur physikalischen Erläuterung zum Thema Energie erst einmal nehmen musste, aber das hat mehr mit meinem alten Physiklehrer zu tun. ;) 
In meinen Augen hat Bauhofer eine Lektüre auf den Markt gebracht, die sich gut dazu eignet, immer wieder neu einen Energie-Check-Inn zu machen und kleine Maßnahmen im Alltag zu integrieren. Skeptisch bin ich bei den groß angelegten Programmen - nicht wegen ihres Inhalts, sondern wegen unserer menschlichen Neigung im Umgang damit: Ich glaube, dass es Menschen, die das Thema wirklich angehen wollen, helfen würde, sich professionelle Begleitung zu suchen oder einen Working-Partner, da das Thema Stress an sich einfach sehr vieldimensional ist. Uns fehlt es häufig nicht am Wissen. Wir wissen - Informationszeitalter lässt grüßen - häufig mehr als genug. Meine Einschätzung ist, dass die Umsetzung der beiden Stressprogramme im Alleingang für viele nicht so einfach werden dürfte. Denn unser Leben ist häufig nicht darauf ausgerichtet, einen vorgegebenen Plan 1 zu 1 zu absorbieren und durchzuziehen. Da macht es in meinen Augen wirklich Sinn, einen Coach zur Seite zu haben, mit dem individuell das Nächstwichtigste angegangen werden kann. Zudem wird so auch eine Rückkopplung möglich, wenn Schwierigkeiten und bekannte Stressmuster auftreten. 
Zusammengefasst empfinde ich das Buch als sehr gelungen, und wer gut in kleinen Schritten ist, findet hier einen Fundus an Ideen für ein gelungenes Energiemanagement. Wer sich leicht überfordert, findet hier ebenso viele Anregungen dazu, aber das Kind mit dem Bade ausschütten, braucht er dennoch nicht. Vielleicht wäre in dem Fall z.B. Danas kostenloses Mini-Stoffwechselprogramm oder ihre Ayurveda-Lifedesign-Gruppe eine Möglichkeit, um den Ayurveda in Minietappen im Alltag zu integrieren. 


Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich beim Südwest-Verlag, der mir In Balance leben* freundlicherweise zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 14. Mai 2017

BeRUFung leben: Yin Yoga Basismodul mit Stefanie Arend

Ihr Lieben,

nein, ich habe es nicht vergessen: Heute ist Sonntag, und es gibt keinen Sunday Inspiration Beitrag. Als ich dieses Format begann, wusste ich - schließlich kenne ich mich -, dass ich möglicherweise die Lust an einem wöchentlichen Feature verlieren könnte. Früher habe ich mich dafür fertig gemacht, wenn ich einmal Begonnenes nicht radikal durchzog. Heute kann ich voller Freude sehen, dass das nicht mehr so ist. Ich bin einem Impuls gefolgt, und nach einigen Malen spürte ich einfach, dass da kein Fließen mehr war. Warum also weitermachen? Vielleicht gibt es dann und wann mal eine weitere Folge, aber meine Energie geht einfach in eine andere Richtung. Und mit dazu beigetragen hat eindeutig mein Yin Yoga Basismodul mit Stefanie Arend. War das wirklich erst vor einer Woche?


Lebe deinen Traum!
Seitdem ist soviel passiert, das allein für sich genommen schon einen seperaten Blogbeitrag wert ist. Ich mache es kurz: Ich werde mich trauen. Nachdem ich wieder und wieder aus Angst meinen Traum, es mit der hauptberuflichen Selbständigkeit als Yogalehrerin zu versuchen, vertagt habe, hat er sich letztlich nicht abwimmeln lassen. Seit Monaten mache ich Vorbereitungsseminare zur Existenzgründung, visualisiere und affimiere meine beruflichen Träume, und eines Morgens wurde mir die Diskrepanz zwischen dem Vorhaben bewusst, eine Gymnastiklehrer Ausbildung anzustreben anstatt mir und dem Leben zu vertrauen und meiner Vision zu folgen. Es kann schief gehen. Das ist eindeutig eine Option. Aber es kann auch gut gehen. Und ich möchte nicht eines Tages feststellen, dass ich es nicht wenigstens versucht habe. Es ist ein spannender Prozess und ein unsagbar motivierender und kreativer dazu. Ich spüre, wie in mir eine Ruhe einkehrt und eine berufliche Zufriedenheit, denn ich lebe ja bereits in dieses Leben hinein, auch wenn ich meinen Unterhalt davon noch nicht bestreiten kann. Stück für Stück jedoch entwickle ich immer mehr Selbstvertrauen und kann mich mit der Rolle einer Unternehmerin - schönes Wort! - immer mehr identifizieren. Viele Schritte sind nötig, und was sich hier so locker liest, ist natürlich Arbeit. Aber ich sehe endlich Sinn und empfinde Freude, mein Baby großzuziehen. Soviel dazu. 



Wie ich zum Yin Yoga fand
Doch heute soll´s vielmehr Yin Yoga und mein Review der Basis-Ausbildung bei Stefanie Arend gehen.  
Ich weiß noch, wie skeptisch ich war, als ich seinerzeit das erste Mal von Yin Yoga gehört habe. Ich vereine eine etwas eigenwillige Mischung aus großer Begeisterungsfähigkeit bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber Trends und Hypes. Es hat etwas gedauert, bis Yin Yoga mein Herz erobert hat, denn ich war damals in der Kundalini Yoga Tradition unterwegs und mental auf einem ganz anderen Trip. Aber ich spürte im Laufe meiner Praxis immer mehr die Sehnsucht danach, dass mein Körper und ich einfach so (unvollkommen) sein durften, wie sie waren. Ich war so müde von all der (körperlichen) Disziplin, mehrstündigen Sadhanas, den wochenlang gleichen Kriyas und davon, mich nicht verbunden zu fühlen. Kundalini Yoga triggerte permanent meine Härte gegen mich selbst, und ich konnte einfach nicht aussteigen, obwohl ich sah, was ich da tat. Ich kann nicht mehr sagen, wie, aber in dieser Zeit hat sich Yin Yoga in mein Leben geschlichen. Zu Beginn fühlte es sich so an, als betröge ich meinen Lebenspartner. Aber mein Körper fand offenbar in den sanften, passiv gehaltenen Yin Yoga Haltungen eine Möglichkeit loszulassen, anzukommen und sich zu nähren, die ich bislang nicht kannte. Und so praktizierte ich immer häufiger - anfangs mit schlechtem Gewissen - Yin Yoga und ließ die Kriyas Kriyas sein. Meine Praxis hat sich seitdem sehr gewandelt, ist viel bedürfnisorientierter, rücksichtsvoller und selbst-verbundener geworden. Ich bin meinem Weg und auch dem Kundalini Yoga aus tiefster Seele dankbar. Beide haben mich viel gelehrt, aber mein Herzenweg war und ist ein anderer. 


Zeit einen Schritt weiter zugehen: Yin Yoga Ausbildung
Seitdem habe ich immer wieder damit geliebäugelt, eine Yin Yoga Fortbildung zu beginnen, aber es war noch nicht an der Zeit, und ich wollte mir bei der Wahl meines Lehrers sicher sein. 
Mit der eigenen Praxis spürte ich, dass mir Stefanies Art der Anleitung einfach gut tat, weil sie Raum zum Wahrnehmen ließ und nicht permanent davon REDETE, in die Stille einzutauchen. ;) Ihr versteht, was ich meine. Jedenfalls kristallisierte sie sich als diejenige, welche heraus, und vor einigen Wochen meldete ich mich für das Basismodul im Juli an. Gleichzeitig ließ ich mich auf die Warteliste setzen. Wenige Tage vor Beginn des Ausbildungswochenendes dachte ich noch bei mir, dass es nun passen würde. Offenbar fand das Universum das auch: Ich bekam meinen Platz und war selig. Stefanie und ich schrieben vorab einige Male hin und her, und mein positiver Eindruck bestätigte sich: Sie ging sehr auf mich ein, zeigte große Empathie und ein Interesse daran, mein So-Sein zu berücksichtigen. Ich fühlte mich sehr gesehen.
Am Samstagmorgen dann machte ich mich durch die idyllisch bergische Landschaft auf meinen Weg nach Lindlar, wo ich mit 19 weiteren Frauen an Stefanies Ausbildungswochenende im wunderschönen Studio Balance teilnehmen würde.  

Es ist schwierig ein ganzes Wochenende einzufangen. Ich versuche es dennoch und schildere euch vorab den Verlauf beider Tage, bevor ich euch meine persönlichen Eindrücke und etwas von meinem Prozess schildere. 


Tag 1:
An jedem Tag begannen wir zur Auflockerung und zum Ankommen mit freiem Tanz zu afrikanischen Beats. Genau davon hatten wir tags zuvor noch gesprochen: von meiner Liebe zum Tanz als Möglichkeit mich zu erden. Danke, Stefanie, für diesen genialen Einstieg! 💖 Nach einer Vorstellungsrunde stiegen wir mit einer ausgedehnten Yin-Yoga-Praxis mit dem Fokus auf Rückbeugen ins eigentliche Thema ein.
Im Anschluss folgte - wie auch am Sonntag - eine ausführliche Besprechung der Sequenz und eine großzügig angelegte Mittagspause - wir waren schließlich im Yin. Durchhetzen? Fehlanzeige. Wir gingen zusammen mit Stefanie essen und sprachen über unsere Erfahrungen mit Yogalehrer-Ausbildungen. Zufall oder nicht: Was ich nicht wusste: Stefanie hat im selben Institut in Köln ihre Grundausbildung absolviert, und ich erkannte in ihrem Anliegen, Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu begleiten und zu wertschätzen, auch meine Mission wieder.
Der Nachmittag galt einerseits der (individuellen) Anatomie, aber auch den Faszien und den Möglichkeiten der Adaption von Yin-Yoga-Haltungen mit Hilfsmitteln.

Tag 2 
... der Yin Yoga Ausbildung wurde mit einer langen Sequenz mit Fokus auf hüftöffnenden Positionen und Vorbeugen eröffnet. Auch diese Stunde wurde ausführlich besprochen, bevor die Mittagspause bereits anstand. Im Anschluss widmeten wir uns "Yin Yoga und TCM: Meridiane, Organe, Sinnesorgane, Emotionen und Funktionen", gefolgt von der sehr praxisorientierten Einheit zum sinnvollen Aufbau von Sequenzen. Dann durften wir selbst dran und in Gruppenarbeit eine eigene Yogastunde entwerfen. Dann war - wie die ganze Zeit eigentlich schon - Raum für offene Fragen, bevor wir unsere Zertifikate erhielten und ein wunderschönes Wochenende seinen Abschluss fand.


Mein Eindruck vom Yin Yoga Basis-Modul
Ich habe Stefanie als eine sehr authentische, freundliche und friedvolle Person erlebt. Anders, wie von anderen Ausbildungen gewohnt, war ich so gar nicht "voll" bei Tagesende, wohl aber gesättigt und genährt. Die Struktur war klar und gleichzeitig weich. Ich nehme an, dass Stefanie - bedingt durch ihre eigene Hochsensibilität - ein gutes Gespür dafür und natürlich auch Erfahrung hat, wie Yin Atmosphäre gestaltet wird. Sie gewährte immer wieder Raum - für Fragen, zum Spüren und Integrieren. Das fiel mir insbesondere postiv auf. Für mich konnte sich alles gut setzen, und mein System war fähig zu folgen, ohne zu dicht zu werden. Auch mich selbst erlebte ich anders: Ich war innerlich ruhiger, weniger im Kopf, sondern im Spüren und in einem weniger anstrengenden Aufnahmemodus. 

Nachwirkungen
Wie tief die Ausbildung wirklich (nach)wirkt(e), erlebte ich zum ersten Mal am Abend des ersten Fortbildungstages: Ich kam nach Hause und hatte plötzlich den Impuls zu einer Rückbeuge. Nicht zu irgendeiner, sondern zum Saddle. Am Nachmittag noch hatte ich dafür zig Kissen und Bolster verwandt und die Hilfsmittel um mich herum und unter mir aufgebaut. Damit gab ich meinem Bedürfnis nach Schutz (in der Haltung) nach und Ausdruck. 


Was also ritt mich da jetzt nur? Doch wenn ich eins gelernt habe, dann: "Folge deiner Intuition". Und so legte ich mich ab, mit nur einer kleinen Decke im Rücken, die Arme nach hinten abgelegt - auch das am Vormittag völlig undenkbar. Bäm! Ich war sprachlos, denn mir war klar, dass ich das dem heutigen Tag, aber natürlich auch meiner Bereitschaft  zu verdanken hatte, (m)eine alte Form und Krücken loszulassen und dass da offenbar noch so viel mehr möglich war. Ich begriff, wie sehr ich mich bereits darin eingerichtet hatte, dass vieles nicht ging und ich mich eben so annehmen musste. Ich hatte irgendwann aufgehört, immer wieder neu Maß zu nehmen und neugierig zu sein auf den Körper, den ich HEUTE traf. Nun, so war es eben. Ich habe dazugelernt.
Ähnlich verblüfft war ich am Montag nach der Ausbildung, als meine Teilnehmer in der Yogastunde dabei unterstützte, das Kamel mit Hilfsmitteln einzunehmen und dann glatt vergaß, dass ich selbst welche brauchte. 😁
Das sind nun sehr konkrete Erlebnisse, und ich kann nur ermessen, was für ein Prozess notwendig war, dass ich meine Schutzmauern (aus Bolstern und Kissen) abbauen konnte. 

 
Ich kann nur Danke sagen und dir Stefanies Ausbildungen wärmstens ans Herz legen, die sie in Lindlar, Köln, Düsseldorf und in der Schweiz anbietet. Sie ist wirklich eine wunderbar undogmatische, liebevolle und humorvolle Lehrerin, die liebt, was sie tut und neben stets aktuellem Know How auch einen profunden Erfahrungsschatz hat. Und sie hat ein wirkliches Interesse zuzuhören - dem Körper und dem, um den es da gerade geht.

Leider etwas unscharf;)

Auf Stefanies Seite findest du weitere Informationen zu ihren Ausbildungen, ihren Büchern und DVD´s. Eine Rezension zu ihrem aktuellen Buch, "Gesund durch Yin Yoga", findest du an dieser Stelle. Vielleicht sehen wir uns ja demnächst auf einer ihrer Ausbildungen?! Mich würd´s freuen.

Dir noch einen famosen Sonntagabend und liebste Grüße,
Frau Momo

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